Endlich kommt zusammen, was zusammenkommen MUSS!

Mit Ökovation Ventures ist es erstmals gelungen, Spitzenunternehmer und Persönlichkeiten aus dem Mittelstand zusammenzuführen, um gemeinsam für den Mittelstand in die innovativsten Start-ups aus dem DACH-Raum zu investieren.

INTELLIGENT IVESTORS: Herr Wolfarth, wie verrückt muss man sein, um in diesen herausfordernden Zeiten solch einen Mittelstands-Fonds samt BaFin-Registrierung ins Leben zu rufen?
Gerold Wolfarth: Was hat unser Land erfolgreich gemacht? Es war der Mittelstand. Finden Sie Deutschland noch unter den Top Ten, wenn es um Innovationsmanagement geht? Ich nicht. Deswegen war es dringend erforderlich, die Gründer:innen im DACH-Raum zu behalten. Der Ökovation Ventures Fonds bildet eine Brücke zwischen dem Mittelstand und Start-ups. Das heißt, Innovation und Motivation treffen hier auf Tradition und Erfahrung. Ideen auf Kapital. In dieser Form hat es das noch nicht gegeben.

II: Sie sind selbst als Unternehmer Weltmarktführer und Start-up Mentor. War Ihnen langweilig oder warum war Ihnen diese Gründung so wichtig?
Wolfarth: Wir haben zu viele Schwätzer und zu wenige Macher. Jetzt kann ich jammern oder etwas verändern. Ich selbst komme aus dem Mittelstand und bin somit gut mit Gleichgesinnten vernetzt. Daher weiß ich, dass im deutschen Mittelstand viel Kapital vorhanden ist. Gleichzeitig fehlen vielen Start-ups die finanziellen Mittel, um ihr Unternehmen langfristig erfolgreich zu machen. Daher habe ich gemeinsam auf Idee von und mit Bernhard Schindler, dem CEO von SalsUp, der europaweit größten Matching-Plattform für Start-ups und Corporates, den Fonds gegründet. Start-ups und Mittelstand ergänzen sich hervorragend. Und nun ermöglichen wir diese dringend notwendige Verbindung.

II: Wie finden Sie die besten Start-ups, in die investiert wird und wie evaluieren Sie deren Potenzial?
Wolfarth: Über die Plattform SalsUp haben wir Zugriff auf über 104.000 Start-ups. Das heißt, wir investieren nur in Start-ups, die wir bereits über einen längeren Zeitraum persönlich kennen. Wir begleiten auserwählte Gründerinnen und Gründer über mehrere Monate hinweg u. a. durch das Mentoringprogramm invest2grow und können sie dadurch sehr gut einschätzen. Die ersten Start-ups haben wir so aus über 1.000 potenziellen Kandidaten ausgewählt.

II: Ihr Beirat ist sehr prominent besetzt. Wer steckt dahinter?
Wolfarth: Beiratsvorsitzender ist Bernhard Schindler. Als Serial Entrepreneur, Investor sowie Gründer und CEO von SalsUp, mit über 20 Jahren Erfahrung im B2B-Vertrieb und zwei erfolgreichen Exits, ist er sehr erfahren im erfolgreichen Aufbau von Unternehmen. Stellvertretende Beiratsvorsitzende ist Prof. Dr. Nadine Kammerlander, Inhaberin des Lehrstuhls für Familienunternehmen an der WHU. Sie war bereits als wissenschaftliche Beraterin für große internationale Unternehmen tätig und beschäftigt sich in ihrer Forschung nun mit den Themen Innovation, Mitarbeiter und Governance. Außerdem sitzt AutoScout24-Gründer Prof. Dr. Tobias Kollmann im Beirat. Er ist Inhaber des Lehrstuhls für E‑Business und E‑Entrepreneurship an der Universität Duisburg-Essen und befasst sich dort mit der Digitalen Transformation. Als Autor, Business Angel des Jahres und mehrfach ausgezeichneter Unternehmer eine weitere sehr erfahrende Persönlichkeit. Die bis vor wenigen Tagen aktive Spitzenpolitikerin Katja Suding ist ebenfalls Mitglied des Beirates. Sie ist ehemaliges Mitglied des Deutschen Bundestages sowie ehemalige stellvertretende FDP-Bundesvorsitzende. Heute vor allem als Autorin und Speakerin erfolgreich, wobei ihr die Themen Bildung und beruflicher Neuanfang besonders am Herzen liegen. Der Beirat begleitet und überwacht sämtliche Prozesse von Ökovation Ventures, wie die Auswahl der Start-ups. Wo möglich unterstützen die Mitglieder mit Netzwerk und Know-how und dienen als regulierendes Element.

II: Auf welchen Branchen liegt der Investitionsfokus von Ökovation Ventures?
Wolfarth: Unser Fokus liegt auf Start-ups aus den Bereichen SaaS, also Software-as-a-Service, sowie auf digitalen Plattformen und schnell skalierenden Geschäftsmodellen. In diesen Bereichen sehen wir das größte Potenzial für hohe Renditen. Nachhaltige Geschäftsmodelle sind für uns bei der Auswahl ebenfalls ausschlaggebend. Wir möchten in die Start-ups möglichst in der Seed-Phase investieren und die weiteren zwei bis drei Runden mitgehen. Wir suchen überzeugende Geschäftsmodelle und echte Macher, die ihr Unternehmen nachhaltig profitabel machen wollen.

II: In welche Start-ups haben Sie bereits investiert?
Wolfarth: Aktuell investiert Ökovation Ventures in vier Start-ups als Leadinvestor: ottobahn wird mit bewährter Technik die urbane Mobilität revolutionieren. Flexirio hat den flexibelsten und nachhaltigsten Möbelbausatz der Welt entwickelt. Nucarmo bietet die weltweit erste B2B Autoflatrate für Unternehmen inkl. App und Whitelabel- System. Und das vierte Start-up ist im Bereich InsurTech angesiedelt und wird in wenigen Wochen einen fulminanten Markteintritt mit einem einzigartigen Produkt im Sachversicherungsbereit für Aufsehen sorgen.

II: Wie kam der Begriff Ökovation zustande?
Wolfarth: Ökologie und Innovation. Ökovation ist ein von uns geschaffenes ganzheitliches Ökosystem für Start-ups. Wir unterstützen Gründerinnen und Gründer nicht nur wie so oft klassisch mit Kapital, sondern und vor allem im Aufbau der Marke, Brand und Design, führen laufend Mentorings durch, geben Sales-Unterstützung mit oftmals sofortigem Markteintritt und öffnen allen unser exklusives THE GROW Netzwerk, um schnellstmöglich Kunden, aber auch künftige Investoren für weitere Finanzierungsrunden zu finden. Aber noch eines macht Ökovation Ventures aus: der Mittelstand investiert gemeinsam und tauscht sich dadurch fortlaufend aus.

II: Welche Investoren stehen bisher hinter Ökovation Ventures?
Wolfarth: Aktuell besteht der Gesellschafterkreis neben mir selbst, im Rahmen meiner Tätigkeit als CEO meines Unternehmens, der bk Group AG, unserem Beiratsvorsitzenden Bernhard Schindler mit seiner SG Beteiligungsgesellschaft, Josef Köppl als Gesellschafter einer der erfolgreichsten Performance Marketing Gesellschaften, der ScalUp GmbH, Robert Hornsteiner, Geschäftsführer der factor P GmbH, Burkhard Schneider und aus vielen weiteren Persönlichkeiten.

II: Ist der Fonds aktuell noch offen für weitere Investoren?
Wolfarth: Noch ja. Investieren können Unternehmen, Geschäftsführer, CEOs sowie Stiftungen und Family Offices. Sie können sich mit einer Mindestanlage ab 250.000 Euro am Ökovation Ventures Fonds beteiligen. Derzeit läuft alles darauf hinaus, dass Ende Januar geclosed werden könnte. Geplant ist eine maximale Erstinvestition von 750.000 Euro pro Start-up. Das Gesamtinvestment ist auf etwa 5 Millionen Euro je Start-up begrenzt. Laufzeit und Volumen hängen unter anderem von der Anzahl der Investoren und der Geschäftsmodelle ab, die wir in der ersten Phase komplettieren.

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